1,5 Mio. Euro Förderung: Wasserstoff-Projekt erreicht nächsten Meilenstein
Das Wasserstoff-Projekt des Kreises Herford und der Gemeinde Kalletal nimmt weiter Fahrt auf. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat einen Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro überreicht. Mit dem Geld wird die Entwicklung einer lokalen Wasserstoff-Wertschöpfungskette weiter vorangetrieben.
Ein Modellprojekt mit Zukunft
Die Idee: In Kalletal bzw. im Gewerbegebiet Echternhagen wird aus erneuerbaren Energien grüner Wasserstoff erzeugt, der anschließend im Kreis Herford genutzt werden soll. Besonders im Bereich Mobilität und Industrie bietet sich ein breites Anwendungsspektrum.
Bürgermeister Mario Hecker begrüßt den Förderbescheid: „Unser gemeinsames Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, regionale und nachhaltige Transformationsprozesse voranzubringen und Synergieeffekte im Sinne der Energiewende zu erzielen. Mit den Fördergeldern kann es jetzt so richtig losgehen.“
Auch Landrat Jürgen Müller sieht in dem Projekt großes Potenzial: „Wir bringen starke Energieproduktion in ländlichen Räumen und die Abnahme dieser Energie in urbanen Räumen, wo die Möglichkeiten zur Energieproduktion nicht im gleichen Maße gegeben sind, zusammen.“
Was jetzt folgt
Mit den Fördergeldern wird zunächst die nötige Infrastruktur geschaffen. Geplant sind:
- Bau eines Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion in Kalletal
- Errichtung einer Wasserstoff-Tankstelle an der Bünder Straße in Hiddenhausen
- Beschaffung von Brennstoffzellen-Bussen für den ÖPNV im Kreis Herford
- Schulprojekte und öffentliche Informationsangebote zur Wasserstofftechnologie
Die Anfang 2024 gegründete Verkehrsgesellschaft Kreis Herford GmbH wird die ersten H2-Busse anschaffen und betreiben.
Integration in die kommunale Wärmeplanung
Ein weiteres Ziel ist die Nutzung der Abwärme, die bei der Elektrolyse entsteht. Hier soll die Wärmeenergie in die kommunale Wärmeplanung integriert werden.
Dr. Beatrix Wallberg, Umweltdezernentin des Kreises Herford, hebt die jahrelange Vorarbeit hervor: „Das Projekt ist nur möglich, weil sich alle Beteiligten schon einige Jahre mit der Thematik auseinandersetzen. Die Potenzialanalyse samt Zukunftskonzept und Nachhaltigkeitsmessung haben uns schließlich den Zugang zum Fördertopf verschafft.“
Quelle: Kreis Herford
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