Der Rettungsdienst in Löhne ist seit dem 1. Januar 2025 offiziell in die Strukturen des Kreises Herford integriert. Damit folgt die Stadt Löhne dem Beispiel von Bünde, dessen Rettungsdienst bereits 2024 überführt wurde.
Durch die Fusion ergeben sich zahlreiche Vorteile für Bürgerinnen und Bürger:
- ✅ Einheitliche Rettungsdienstgebühren im gesamten Kreisgebiet
- ✅ Effizientere Notfallversorgung durch gebündelte Ressourcen
- ✅ Bessere Personalplanung und Entwicklungsmöglichkeiten
- ✅ Wirtschaftlichere Material- und Fahrzeugbeschaffung
- ✅ Verbesserte medizinische Qualität und einheitliches Qualitätsmanagement
Durch die Fusion wurden 32 Mitarbeitende sowie drei Rettungsdienstfahrzeuge in den Kreis Herford überführt. Die Rettungswache Löhne stellt weiterhin zwei Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst bereit.
Bürgermeister Bernd Poggemöller betont: „Alle Rettungsdienste in der Region und in ganz Deutschland haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen: Die Rede ist vom Fachkräftemangel, steigenden Einsatzzahlen und wachsendem Kostendruck. Dem müssen wir begegnen. Und durch die Zentralisierung wesentlicher Elemente können wir all dem wirtschaftlicher und fachlich fundierter begegnen – das kommt schließlich den Bürgerinnen und Bürgern zugute“.
Auch Landrat Jürgen Müller hebt die Vorteile hervor: „Der Rettungsdienst unterliegt ständigen Veränderungen und muss stetig den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Eine Konsequenz daraus ist jetzt diese absolut sinnvolle Fusion. Wir bündeln Ressourcen und Kompetenzen“.
🔥 Mehr Fokus auf den BrandschutzFür die Stadt Löhne bringt die Zusammenlegung einen weiteren Vorteil: Bisher waren Feuerwehrbeamte sowohl im Rettungsdienst als auch im Brandschutz tätig. Nun können sie sich vollständig auf den Brandschutz konzentrieren. Dadurch konnte die Personalstärke der Feuerwache von Montag bis Freitag auf sechs Funktionen erhöht werden – ohne zusätzliches Personal.
„Die Löhner Feuerwehr zeichnet sich durch das Zusammenwirken von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften aus“, betont Bürgermeister Bernd Poggemöller. „Durch die Stärkung der Feuerwache können wir das Ehrenamt ein Stück weit entlasten und zugleich werden die Arbeitsplätze auf unserer Wache attraktiver“, ergänzt Amtsleiter Matthias Kuhle.
🛠 Der Prozess der ZusammenlegungDie Entscheidung zur Fusion wurde am 13. Dezember 2023 vom Löhner Stadtrat und dem Kreisausschuss beschlossen. In Arbeitsgruppen aus Rettungsdienst und Verwaltung wurde der Übergang vorbereitet und erfolgreich umgesetzt.
„Die Zusammenarbeit verlief immer sehr konstruktiv und auf Augenhöhe“, versichert Silke Vahrson-Hildebrand, Amtsleiterin für Bevölkerungsschutz beim Kreis Herford. „Bei einer solchen Fusion ist es ganz entscheidend, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einzubeziehen und nah am Prozess zu beteiligen. Hier haben uns natürlich auch Erfahrungswerte aus der Zusammenlegung mit dem Bünder Rettungsdienst geholfen“.
ℹ️ Hintergrund: Der Rettungsdienst im Kreis HerfordDer Kreis Herford betreibt nun fast alle Rettungswachen im Kreisgebiet, mit Ausnahme der Stadt Herford, die ihren Rettungsdienst weiterhin selbst verwaltet. Die betroffenen Rettungswachen sind:
- 🚑 Spenge
- 🚑 Vlotho
- 🚑 Rödinghausen (inkl. Außenstandort Kirchlengern)
- 🚑 Bünde (inkl. Außenstandort Ahle)
- 🚑 Löhne
Zusätzlich gibt es Notarztstandorte an den Kliniken Herford-Bünde AöR sowie einen weiteren Notarztstandort in der Rettungswache Spenge.

